Doch was bedeutet es, verdichtet zu bauen? Was ist gemeint, wenn sich die städtische Entwicklung „nach innen“ richten soll? Sehen wir sogleich Manhattan vor unserem geistigen Auge?
Die Ausformungen verdichteten Bauens sind unterschiedlich. In Mega-Städten kann sich die Aneinanderreihung von Hochhäusern zu einem Wildwuchs entwickeln. In der Schweiz hingegen ist dies kein Thema. Die Planer sind sich durchaus bewusst, dass die Lebensqualität in einer übermässigen Ansammlung vertikaler Architektur leiden würde. Werden drei Hochhäuser nebeneinander gebaut, so ist in der Regel die Grenze bereits erreicht.
Mehr Geschossfläche pro Grundstücksfläche
Einen interessanten Ansatz verdichteten Bauens zeigt die kürzlich veröffentlichte Immobilienstudie der Credit Suisse* auf: Um den Siedlungsdruck abzufedern, ohne dass Wohnen unerschwinglich wird, bleibe ökonomisch nur eine Lösung: Mehr Geschossfläche pro Grundstücksfläche, also höhere, mitunter aufgestockte Gebäude.
Die Studie begründet diese Lösung mit der Feststellung, dass die Schweiz mit ihren knappen Ressourcen verschwenderisch umgehe. Dies wird anhand einer Auswertung der Wohnungen nach Stockwerken sichtbar: 90 Prozent aller Wohnungen in der Schweiz entfallen auf die ersten drei Wohngeschosse.