Das Gesicht des Messeplatzes verändert sich
Mit dem Kauf des Warteck-Ensembles durch den Immobilienfonds UBS Sima im Jahre 2010 und mit dem Erwerb der Liegenschaft am Riehenring 73 im Jahr 2012 konnte die Neubebauung konkret ins Auge gefasst werden.
Die ersten Bemühungen, die Ecke Clarastrasse/Riehenring mit dem Restaurant „Zum Alten Warteck“ neu zu bebauen, liegen schon Jahre zurück. Der Denkmalrat wehrte sich gegen diese Absichten. 2005 beantragte er, das Warteck-Ensemble mit dem Restaurant „Zum Alten Warteck“ und weiteren Gaststätten sowie Wohnungen ins kantonale Denkmalverzeichnis einzutragen. Dies hat der Regierungsrat im Jahr 2007 abgelehnt.
Ein Rekurs der freiwilligen Basler Denkmalpflege und des Heimatschutzes Basel gegen diesen Entscheid wurde 2008 erneut abgewiesen, diesmal vom Appellationsgericht. Auf die eingereichte Beschwerde beim Bundesgericht trat dieses im Jahr 2009 gar nicht erst ein.
Der Studienauftrag von 2007
Im Juli 2007 führte die damalige Grundeigentümerin Warteck Immobilien AG einen Studienauftrag durch und lud hierfür sechs Architekturbüros ein. Die Jury stellte dabei fest, dass die Hochhaustypologie für diesen Ort die richtige Intervention und bauliche Lösung ist, dies insbesondere angesichts des damals geplanten und heute bestehenden Messeneubaus von Herzog & de Meuron. Ein Hochhaus an dieser Stelle unterstütze die aktuelle Stadtentwicklung im Allgemeinen sowie die Behauptung und Positionierung der Clarastrasse und des Quartiers im Besonderen, wurde betont. Der Jury ging es dabei vor allem darum, eine präzise Antwort auf die Gegebenheiten des „Warteck-Gevierts“ und dessen derzeitigen Kontext zu erhalten. Nach eingehender Diskussion bewertete die Jury das Projekt von Morger + Dettli Architekten einstimmig als städtebaulich überzeugendsten Vorschlag.
Das Gesicht des Messeplatzes verändert sich
Der Entwurf „zeichnet sich durch die grossräumige Einordnung des städtebaulichen Zeichens und der sensibel aus der Bewegung des Blockrandes entwickelten sich nach oben verjüngenden Volumetrie“ aus. Dieser doppelte Wiedererkennungseffekt schaffe Identität und bilde auf städtebaulicher Ebene einen klar ablesbaren Mehrwert für die Stadt Basel und das Quartier. Der Studienauftrag von Morger + Dettli Architekten diente später als Grundlage für die Festsetzung des für die Realisierung notwendigen Bebauungsplans.
Handänderung
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des Claraturms war 2010 der Erwerb des Warteck-Ensembles im Geviert Clarastrasse-Riehenring-Drahtzugstrasse durch den Immobilienfonds UBS Sima von der Warteck Invest AG. Vollständig war das Puzzle allerdings erst, als der Immobilienfonds 2012 auch die Liegenschaft am Riehenring 73 von einer privaten Gesellschaft hatte übernehmen können.

Das Gesicht des Messeplatzes verändert sich
An der Ecke Riehenring/Clarastrasse und an der Drahtzugstrasse werden in den nächsten Jahren nebst dem Hochhaus ein fünf- bis sechsgeschossiger Annexbau mit insgesamt rund 170 Wohnungen sowie Nutzungen in den Bereichen Gastronomie, Läden und Büros entstehen.
Starke bauliche Veränderungen im Rückblick
Der Messeplatz hat sich durch den Bau des Messeturms von Morger & Degelo, die neuen Ausstellungshallen von Theo Hotz sowie von Herzog & de Meuron seit längerer Zeit stark verändert. Mit dem Projekt von Morger + Dettli Architekten wird dem neuen Gesicht der Messe Rechnung getragen.
Dabei ist dies bereits die zweite starke Veränderungswelle, die der Messeplatz beziehungsweise das in den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts errichtete Warteck-Ensemble erlebt: 1913, zur Gründerzeit, wurde der alte Badische Bahnhof, der vis-à-vis des Warteck-Ensembles lag, stillgelegt und weiter ausserhalb an den heutigen Standort verlegt. Mit dem Ausbau des Messestandorts entlang des Riehenrings fand die zweite Phase der Stadterweiterung statt. Markantestes Bauwerk zu dieser Zeit wurde zweifelsohne der Kopfbau zur Halle 1, der von Hermann Herter in den Jahren1924 bis 1926 erbaut wurde. Die Liegenschaften am Riehenring erhielten damit bereits damals ein neues, moderneres Gegenüber.
Das Gesicht des Messeplatzes verändert sich














